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Neuer Fotograf und noch mehr Bilder
Einstiegsseite der Bildergalerie
dieSchmetterlinge.com hat Verstärkung bekommen! Gemeinsam mit Thomas Zimmermann und Mark Pedley unterstützt mich nun auch Arik Siegel (arik37) mit seinen beeindruckenden und einmaligen Momentaufnahmen der "Schmetterlingsschönheiten" bei meiner Arbeit für und mit den Schmetterlingen.
Die Schmetterlingsmotive von Arik werden in der Bildergalerie mit deutschen, englischen und wissenschaftlichen Bezeichnungen präsentiert und sind in einigen Artenportraits und in verschiedenen Beiträgen im Blog und in Die Falter zu bewundern. Eine Kurzinfomation über den Fotografen selbst ist in der Rubrik Fotografen zu lesen.
BUND-Schmetterlingszählung 2013
Wie in den Jahren zuvor ruft auch in 2013 der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Bevölkerung wieder zur Teilnahme an der großen Schmetterlingszählung auf. Unter dem Motto Abenteuer Faltertage können interessierte Bürgerinnen und Bürger ausgestattet mit Stift und Auswertungsbogen auf "Schmetterlingspiersch" gehen, nach Tagfalter (Rhopalocera) suchen und die Ergebnisse ihrer Suche online oder per Post an den BUND übermitteln. Die gesuchten Tagfalterarten sind der Schwalbenschwanz (Papilio machaon), das Tagpfauenauge (Inachis io), der Distelfalter (Vanessa cardui), der Kleine Fuchs (Aglais urticae), der Schachbrettfalter (Melanargia galathea), der Zironenfalter (Gonepteryx rahmni), der Aurorafalter (Anthocharis cardamines), der Admiral (Vanessa atalanta), das Landkärtchen (Araschnia levana f. prorsa) und der Trauermantel (Nymphalis antiopa).
Mit dieser alljährlichen Mitmachaktion will der BUND auf die weltweit vom Aussterben bedrohten Schmetterlingsarten aufmerksam machen und zur Unterstützung für deren Schutz aufrufen. Und wie auch in den Jahren zuvor unterstütze ich diese Aktion und rufe deshalb hier auf dieSchmetterlinge.com zur Teilnahme auf.
dieSchmetterlinge.com startet in die Schmetterlingssaison 2013
© Sigrid Dauth. Der erste Zironenfalter (Gonepteryx rahmni) aufgenommen am 4.4.2013 mit dem iPhoneBei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel und milderen Temperaturen um die 12 Grad habe ich heute den ersten Zitronenfalter (Gonepteryx rahmni) in diesem Jahr entdeckt. Noch ist die Natur nicht richtig zum Leben erwacht und der Boden zeigt sich immer noch bräunlich grau. Doch dem herumtanzenden Falter aus der Familie der Weißlinge (Pieridae) war deutlich anzumerken, wie er die ersten wärmenden Sonnenstrahlen nach dem langen kalten Winter genossen hat. Nur von Weitem konnte ich ihn bei einem kurzen Innehalten auf dem Boden mit der iPhone-Kamera erhaschen, bevor er seinen Flug fortgesetzt hat.
© Sigrid Dauth. Zitronenfalter (Gonepteryx rahmni) aufgenommen am 10.4.2013 mit dem iPhoneDieses Erlebnis nehme ich zum Anlaß, die diesjährige Schmetterlingssaison auf dieSchmetterlinge.com einzuläuten. In den kommenden Wochen und Monaten werde ich weitere wissenswerte Informationen und spannende Geschichten zu den Schmetterlingen veröffentlichen, verschiedene Schmetterlinge mit Artenportraits vorstellen, tolle Schmetterlingsbilder von verschiedenen Fotografen präsentieren, über Veranstaltungen und Vorträge zum Thema Schmetterlinge berichten und vieles mehr zeigen.
Begleiten Sie mich, liebe Leserinnen und Leser, auf dem Weg durch die Schmetterlingssaison 2013!
Wenn Sie eine Veranstaltung, eine Ausstellung oder einen Workshop mit dem Inhalt "Schmetterlinge" in diesem Jahr planen und durchführen, dann schreiben Sie mir, vielleicht besuche ich dann auch Ihr Schmetterlingsevent und berichte darüber hier auf dieSchmetterlinge.com.
Nachlese: Schmetterlinge - Pfinztals bunte Vielfalt
Marianne Rahn während ihres Vortrags "Schmetterlinge - Pfinztals bunte Vielfalt"Um 19.30 Uhr am 15. März 2013 begann Marianne Rahn vom BUND Ortsgruppe Pfinztal ihren Vortrag mit digitaler Fotopräsentation über die Schmetterlingsvielfalt in Pfinztal vor einem bunt gemischten Publikum, bestehend aus Kindern und Erwachsenen, in einem voll besetzten Raum im Bürgerhaus in Söllingen bei Karlsruhe.
Auch ich hatte mich, mit Stift und Schreibpapier ausgestattet, um ja keine wesentlichen Informationen zu verpassen, unter das Publikum gemischt. Nach einigen kurzen Einleitungsworten ging Frau Rahn dann gleich in medias res und präsentierte die ersten Fakten über die Schmetterlinge im Allgemeinen nebst vieler erläuternder Fotos, die in erster Linie aus dem Fundus von Mitgliedern der BUND Ortsgruppe Pfinztal stammten.
Wir Zuhörer erfuhren, dass die Schmetterlinge mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Lepidoptera nicht nur schöne bunte Insekten ohne Funktionen sind, sondern als nützliche Bestäuber für die Pflanzen, aber auch als Schädlinge ihren festen Platz im Lebenszyklus unserer Tierwelt haben. In diesem Zusammenhang ging Frau Rahn anhand einer Zeichnung detaillierter auf die Gemeinsamkeiten der Schmetterlinge ein und hob dabei besonders den zur Nahrungsaufnahme wichtige Saugrüsssel in den Mittelpunkt des Interesses.
Und dann ging es Schlag auf Schlag mit den Fakten weiter. Wir hörten, dass in Baden-Würtemberg 3000 verschiedene Schmetterlingsarten bekannt sind, von denen lediglich 130 Arten den Tagfaltern und im deutlichen Gegensatz dazu 2900 Arten den Nachtfaltern angehören. Ein nicht unansehnlicher Teil davon, insgesamt 32 verschiedene Arten, wurden in Pfinztal gesichtet.
Nach erläuternden Worten zu den Unterscheidungsmerkmalen von Tag- und Nachtfaltern ergänzt mit veranschaulichenden Fotos und der kurzen Darstellung der Entwicklungsstadien Ei, Raupe, Puppe bis zum fertigen Falter, stellte Frau Rahn mit zahlreichen Bildern die Tagfalter und die Nachtfalter in Pfinztal vor.
Ob Distelfalter, Schwalbenschwanz, Tagpfauenauge, Admiral, Kleiner Fuchs, Kaisermantel, C-Falter, Landkärtchen, großer Schillerfalter, verschiedene Ochsenaugen, Schachbrettfalter, Brauner Waldvogel, der eher selten gesichtete Mauerfuchs oder verschiedene Weißlinge, Zitronenfalter, Aurorafalter, mehrere Bläulinge, einige Feuerfalter und Dickkopffalter, all diese Falter gab es auf den Fotos zu sehen, ergänzt mit Angaben z.B. zu den jeweiligen Raupenfraßpflanzen, zum jährlichen Auftreten und zum Überwinterungsstadium.
Marianne Rahn während der Präsentation des Osterhasenfalters (Ypsolopha sequella) Pied SmudgeAuf die Tagfalter folgten dann die bisher in Pfinztal gesichteten Nachtfalter, deren Anzahl, die gezeigt wurden, so umfangreich war, daß eine Aufzählung im Einzelnen zu lange dauern wurde. Um so erstaunlicher war es für das Publikum zu sehen, welche Farb- und Mustervielfalt die einzelnen Falter aus der Familie der Widderchen, der Glasflügler, der Eulenfalter, der Schadspinner, der Spanner, der Schwärmer, der Glucken, der Sichelflügler, der Zünsler und der Wickler vorzuweisen hatten.
Nach den vielen visuellen Eindrücken und den zahlreichen interessanten Informationen zu den Schmetterlingen in Pfinztal, die wir Zuhörer erleben und erfahren konnten, schloß Frau Rahn ihren Vortrag nach knapp eineinhalb Stunden mit einigen Worten zum Rückgang der Tagfalter und zu den Möglichkeiten, welche zu ergreifen sind, um dieser Entwicklung entgegenwirken zu können, ab.
Damit ging ein informativer Abend über die heimischen Schmetterlinge in unserer Region zu Ende, der mir und sicherlich auch den anderen Besuchern gezeigt hat, welche Vielfalt und Farbpracht wir in unserer unmittelbaren Umgebung bestaunen können, wenn wir genau hinsehen.
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Rückblick auf BUND Schmetterlingszählung 2012
Wie in meinem Beitrag Schmetterlinge Frühling und Sommer 2012 (vom 9.10.2012) angekündigt, hat nun der BUND als erster Naturschutzverband seine Auswertungen zum Schmetterlingsjahr 2012 in einer Kurzübersicht veröffentlicht.
Während der Schmetterlingszählung Abenteuer Faltertage 2012 hatten die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger, Kindergärten, Schulen und BUND-Gruppen deutschlandweit 21.397 Falter gesichtet (das sind 1.216 weniger als in 2011) und dem BUND entweder online oder über die Zählbogen per Post gemeldet.
© Sigrid Dauth. Kleiner Fuchs (Aglais urticae) Small TortoiseshellAm häufigsten wurde, wie auch im vergangenen Jahr, der Kleine Fuchs (Aglais urticae oder Nymphalis urticae) beobachtet. 28 Prozent aller Faltermeldungen (in 2011 waren es noch 35 Prozent), das entspricht 5991 Exemplaren, beinhalteten den Kleinen Fuchs.
© Sigrid Dauth. Tagpfauenauge (Inachis io) European PeacockDem folgen das Tagpfauenauge (Nymphalis io) mit etwas über 15 Prozent (in 2011 waren es nur 12,7 Prozent) und der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) mit 15 Prozent.
© Thomas Zimmermann. Aurorafalter (Anthocharis cardamines) Orange TipFast gleich liegen der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) mit knapp unter 15 Prozent ebenso wie der Admiral (Vanessa atalanta).
© Thomas Zimmermann. Schwalbenschwanz (Papilio machaon) Common Yellow SwallowtailGanz im Gegenteil dazu stehen die geringen Sichtungsmeldungen des Trauermantel (Nymphalis antiopa) und des Schwalbenschwanz (Papilio machaon) mit weniger als 1 Prozent (ebenso gering wie in 2011).
© Sigrid Dauth. Schachbrettfalter (Melanargia galathea) Marbled WhiteBei den Meldungen des Schachbrettfalters (Melanargia galathea) mit 6 Prozent und des Landkärtchens (Araschnia levana) mit 5 Prozent hingegen zeigt sich nach Aussage des BUND die Lage etwas entspannter.